IKEA benutzt 3D Drucker


IKEA benutzt in ihrer Plastik Abteilung nun auch 3D Drucker.<br> In dem Video wird ab ca. Minute 1 bis Minute 2:30 das Thema Rapid Prototyping bei IKEA und den Einfluss auf die Möbelherstellung diskutiert. Sehr interessant ist dass auch in so großen Unternehmen zunehmend auf 3D Druck gesetzt wird.

 

 

Maßgeschneiderte gedruckte Schuhe


Die Experimentierfreudige Schuhmacherin Marloes ten Bhömer versucht mit Hilfe von 3D-Drucken den Weg zur optimalen Passform von Schuhen zu finden. Durch das Sinter-Verfahren kann der "Rapidprototypedshoe" endlich denjenigen helfen die mit verschieden großen Füßen bedacht sind. Vielleicht gibt es in nicht all zu in ferner Zukunft Materialien die dehnbar, biegsam und reparabel sind. Bhömer experementiert gerade mit einem Schuh der durch verschieden Ebenen und Material Eigenschaften, einen einfachen Austausch von verschlissenen und getragenen Elementen erlaubt.

Sketch Möbel in 3D designed und 3D ausgedruckt



Die Vier Mitglieder des Design Teams "Frontdesign" aus Schweden haben eine Methode entwickelt Ihre Designideen aus der virtuellen 3D Welt zu materialisieren. Die Möbel die das Team entwirft werden in einen Raum gezeichnet in dem per Motion Capturing die Bewegungen der Möbeldesigner aufgenommen werden. Aus den Bewegungen werden 3D-Dateien generiert. Diese Dateien werden an einen 3D-Drucker übermittelt und die Möbel können entstehen.
Der Stuhl und der Tisch die im unteren Video zu sehen sind, standen auch im MOMA in New York.
 

 

[Bild: Frontdesign.se]

Urbee ist das erste ausgedruckte Auto aus einem 3D-Drucker


In einer Kooperation von Stratasys und Kor Ecologic wurde das Urbee als eines der ersten im additiven 3D-Druckverfahren hergestellt. Bislang gab es schon Firmen wie z.B. Boeing die Teile Ihrer Flugzeuge oder die Firma Bespoke die Teile Ihrer Prothesen mit diesem Verfahren herstelle. Komplett alle äußeren Komponenten von Urbee wurden mit dem Dimension 3D-Druckern und Fortus 3D Produktions System hergestellt.

 

Es ist bisher nicht bekannt ob Stratasys und Kor Ecologic das Konzept Auto als Serienfahrzeug fertigen werden. Das Fahrzeug wird auf der SEMA vom 02.11.2010 - 05.11.2010 ausgestellt. Die effiziente Herstellungsweise mit einem 3D-Drucker zeigt das das Urbee Auto wohl erst der Anfang einer Revolution im Automobilbau sein könnte.

 

Iron Man 2 Kinofilm nutzt 3D Drucker


Iron Man 2 3D DruckerDer am 6.5.2010 startende Kinofilm Iron Man 2 schlägt ein neues Kapitel im 3D Druck auf. In unserem Blogpost über Avatar haben wir schon darüber berichtet wie Hollywoods Filmindustrie immer mehr 3D Ausdrucke benutzt.
Im Gegensatz zu Avatar in dem "nur" kleine Maßstabsgetreue Figuren die als Lichtdoubles dienten gedruckt wurden, wurde der komplette Anzug von Iron Man und seinem Widersacher Whiplash durch einen 3D-Drucker produziert. Dabei wurde nicht nur eine Form des Anzugs sondern auch einzelne Komponenten gedruckt. Nachdem diese Teile lackiert wurden konnten Sie sofort von den Darstellern getragen werden.
Die Technologie verhalf nicht nur dem Aussehen der Charaktere zu einer Verbesserung. In Iron Man 1 klagte der Hauptdarsteller Robert Downey Jr. über Schmerzen und Unflexibilität seiner Handschuhe die in konventioneller Weise hergestellt wurden. In Iron Man 2 wurde mithilfe eines 3D Scans von Downey's Händen Handschuhe gedruckt die exakt passten und den Anforderungen des Hauptdarstellers genügten.

 

Dieser Schritt der Filmindustrie ist durchaus bemerkenswert, doch wenn man den Aspekt der selbstausgedruckten und individuell angepassten Kleidung weiterdenkt kann es wohlmöglich noch spannender werden, denn wenn Iron Man seine Rüstung ausdrucken kann, kann eine Privatperson das durchaus auch machen.
Denkbar wäre auch das die Filmbranche in naher Zukunft komplette Merchandising Kits zu Ihren Filmen herausgeben und man sich diese in einer angepassten Größe ausdrucken kann. Eine Interessante Vorstellung wenn man sich zukünftig zum Fasching ein Kostüm von seinen Filmhelden ausdruckt anstatt es zu nähen.

 

Den Trailer zum Film der am 6.5.2010 startet, kann man hier sehen.

Kabelordner

3D Druck Anwendungsbeispiele


Vor einiger Zeit schienen 3D-Drucker noch unbezahlbar und für den normalen Gebrauch nicht benutzbar. Nach den Entwicklungen der letzten Zeit ist es nun möglich sich einen 3D-Drucker zu Hause aufzustellen und qualitativ hochwertige Ausdrucke zu generieren. 3D-Drucker werden bald Teil von Büro's und Hauhalten sein.
Und Du weißt noch nicht wozu man einen 3D-Drucker einsetzen kann? Hier möchten wir mögliche Verwendungsbeispiele vorstellen.

 

Ingenieurwesen
Produktdesigner und Ingenieure die Prototypen erstellen. Anstatt mit zeitaufwändigen Bearbeitung, Zusammensetzen und Schneiden von Papier, Holz und anderen Materialien, können 3D Bilder direkt ausgedruckt werden und erzielen so eine enorme Zeitersparnis zu einem günstigen Preis.

 

Architektur
Ähnlich wie Produktdesigner und Ingenieure müssen Architekten Modelle Ihrer Arbeit erstellen. 3D Drucke können bei der Visualisierung der Objekte dienen und so einen besseren Eindruck als Zeichnung und Baupläne geben. Die Ausdrucke können mit geringen Zeitaufwendung und in einer hohen Qualität erstellt werden.

 

Werbung und Marketing
Mit einem 3D Drucker lassen sich zügig Abbilder und Testprodukte erstellen, Sie können zur Vorstellung und Platzierung des Produktes innerhalb von Werbekampagnen dienen. So können vorab Entscheidungen kostengünstig getroffen werden.

 

Lehrwesen und Ausbildung
Lernen wird durch visualisierte und haptische Eindrücke enorm erleichtert. Dies gilt vor allem für die Fächer Chemie, Ingenieurswesen, Geschichte, Physik und allgemeine Wissenschaft.
Mit der Unterstützung von 3D Objekten kann theoretisches besser vermittelt und nachhaltige Lernerfolge erzielt werden.

 

Medizintechnik
Künftig wird es möglich sein komplizierte Operative Eingriffe vorab an einem exakten Abbild des zu operierenden Abschnitts eines Patienten zu üben, so kann das Risiko eines fehlerhaften Eingriffs weiter vermindert werden.

 

Archäologie und Paläontologe
3D Repliken von kostbaren historischen Relikten können einfach reproduziert werden und so Wissenschaftlern und sogar der Öffentlichkeit als Studienobjekte dienen. Originale können unter optimalen Bedingungen gelagert werden während Replikate  an verschiedenen Orten der Welt frei zur Verfügung stehen.

 

Kriminaltechnische Anwendungen
Beweismittel werden durch unsachgemäße Handhabung oft unbrauchbar, 3D-gedruckte Kopien können problemlos für die kriminaltechnische Beweisführung benutzt werden.

 

Die oben genannten Bereiche sind nur ein kleiner Überblick, viele weitere Anwendungsmöglichkeiten sind denkbar, es hängt nur davon ab, was wo gebraucht wird, alles ist möglich.

Gedruckter Schmuck


Der Designer Goncalo Campos stellt seine Schmuck Objekte mit einem 3D-Drucker her.

Durch das ausdrucken kann der Designer beliebig große und variantenreiche Schmuckstücke schaffen.


Die Entwürfe des Designers mit dem Namen Camion bestehen aus einem Ring, einer Halskette sowie je einem offenen und einem geschlossenen Armreif.
Durch den Ausdruck entsteht eine leicht rauhe Oberfläche die dem Objekt eine besondere Eigenschaftt und Haptik verleiht.
In Kürze werden noch weitere Ausdrucke des Designers erhältlich sein.

[Quelle: Goncalo Campos]

The Foresight Institute lobt 3D-Drucker Preis aus, Preisgeld $20.000 und $80.000


Der Kartik M. Gada Humanitarian Innovation Prize des Foresight Institute hat einen Wettbewerb mit dem Ziel ein 3D-Drucksystem zu entwickeln gestartet.

 

Der Wettbewerb ist in zwei Perioden unterteilt.

Der erste Wettbewerbsabschnitt hat eine Laufzeit bis Ende 2012 und ist mit einem Preisgeld von $20.000 dotiert.

In dieser ersten Phase soll ein 3D-Drucker entwickelt werden bei dem der RepRap 3D-Drucker als Vorbild dienen soll.

 

Folgende Anforderungen soll der 3D-Drucker erfüllen:

 

  • Druck von mindestens drei verschiedenen Materialien, inklusive eines elektrisch leitfähigen
  • Druck von elektronischen Platinen
  • Druckplattformen überstehen mindestens 20 Druckzyklen
  • Material- und Teilekosten unter 200 Dollar bei Druck von 90% der Geräteteile
  • Druckgröße der Teile von mindestens 300 x 300 x 100mm
  • Unbeaufsichtigter Druck eines vollständigen Druckerteile-Replikats innerhalb 10 Tagen mit maximal einem Druckerausfall
  • Autonomer Druck ohne angeschlossenen PC
  • Leistungsaufnahme von maximal 60 Watt
  • Freie Nutzung durch die Community, Lizensierung unter GPL oder BSD

 

 

Die zweite Phase hält zwar ein Preisgeld von $80.000 bereit, die Anforderungen sind jedoch sehr hoch.
Folgende Anforderungen müssen bis Ende 2015 erfüllt werden um den Wettbewerb zu gewinnen.

 

  • Materialkosten nicht höher als 4 Dollar pro Kilogramm
  • Druck eines vollständigen Druckerteile-Replikats innerhalb 7 Tagen, einschließlich Nachladezeit und Beseitigung von Störungen.
  • Material- und Teilekosten unter 200 Dollar bei Druck von 90% der Geräteteile

 

Das erste Kriterium zielt auf die Nutzung vorhandener Reststoffe, also das Recycling, ab. Weiterhin werden bewertet:

 

  • Software, die Serien von RepRap-Druckern steuert
  • Hard-/Software, die dem Drucker fertige Teile entnimmt
  • Hard-/Software, die gedruckte Teile sortiert, säubert und zusammenfügt
  • Innovationen im Plastik-Recycling und Entwicklung passender Zerkleinerer und Extruder

Das Jahrzent des 3D-Drucks?!!


Nachdem Hewlett Packard eine zusammenarbeit mit Stratasys angekündigt hat, ist davon auszugehen das auch bald andere namhafte Druckerhersteller in das Geschäft mit 3D-Druckern einsteigen werden. Nach einem, durch die Wirtschaftskrise schweren Jahr für Druckerhersteller müssen neue Absatzmärkten erschlossen werden und der 3D-Druck Markt mit seinen wachsenden Fabber Communities bietet einen Interessanten Markt. Alles in allem wird es ein spannendes Jahrzehnt im Bereich Digitale Fabrikation und Rapid Prototyping.